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Schlafmangel bei Jugendlichen

  • Emilia, S3
  • 23. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Übermüdung als Normalzustand


Für viele Schüler, besonders in der Oberstufe, ist Schlafmangel kein Ausnahmezustand mehr, sondern ganz normal geworden. Ständig müde zu sein wird gar nicht mehr hinterfragt, sondern einfach hingenommen, weil es eigentlich fast allen so geht. Zwischen Klausuren, Hausaufgaben, Lernen fürs Abi, Nebenjob und Freizeit spielt Schlaf oft eine sehr kleine Rolle in dem Leben eines Jugendlichen. Obwohl Jugendliche eigentlich acht bis zehn Stunden Schlaf brauchen, schlafen diese eigentlich im Schulalltag nur fünf bis sechs Stunden und in einigen Fällen sogar noch weniger. Viele Jungendliche fangen an, sich an wenig Schlaf zu gewöhnen und sind dementsprechend in der Schule ständig müde und bekommen so weniger vom Unterrichtsinhalt mit. Gerade in der zwölften Klasse, wo der Leistungsdruck besonders hoch ist, schlafen Jugendliche aufgrund von Schulstress sehr wenig und merken die Auswirkungen davon dann in Form von Unaufmerksamkeit, Müdigkeit und Sekundenschlaf im Unterricht.


Leistungsdruck und Handy

Ein zentraler Grund für den großen Schlafmangel ist der zunehmende Leistungsdruck in der Schule. Gute Noten, Abi und die Angst, den eigenen Erwartungen oder denen von seinen Eltern nicht gerecht zu werden, führen dazu, dass viele bis spät in die Nacht lernen. Selbst wenn man völlig erschöpft ist, hat man oft das Gefühl, noch mehr tun zu müssen. Außerdem spielt das Handy eine große Rolle. Social Media, vorallem Tik Tok, Netflix und co. sorgen dafür, dass man abends nur schwer das Handy weglegen kann und immer „noch kurz“ wach bleibt. Das Blaulicht von Bildschirmen hält das Gehirn wach und Kinder bleiben teilweise bis tief in die Nacht wach, da sie nicht einschlafen können, wegen des Blaulichts. So entsteht ein Kreislauf aus dem man schwer wieder raus kann und der Schlafrhythmus stellt sich auf ein spätes Einschlafen ein, was es morgens dann noch schwerer macht, aufzustehen.


Spürbare Folgen im Schulalltag

Die Auswirkungen von Schlafmangel zeigen sich deutlich im Unterricht und im Schulalltag. Vielen fällt die Konzentration schwerer, sie verstehen die Inhalte des Unterrichts schlechter und die Aufmerksamkeit lässt schneller nach. Viele Schüler kämpfen im Unterricht auch gegen Sekundenschlaf oder schweifen ständig ab, wegen mangelnder Konzentration, obwohl sie die Intention haben, im Unterricht mit zu machen. Vielen wird auch das mangende Interesse am Unterricht vorgeworfen, wobei es in echt bloß wenig Schlaf ist. Auch die Motivation lässt total nach, da dauerhafte Müdigkeit dafür sorgt, dass alles anstrengender ist, als es eigentlich ist. Außerdem leiden viele unter Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und einem dauerhaft erhöhtem Stresslevel. Auf längere Sicht kann Schlafmangel nicht nur die schulischen Leistungen verschlechtern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die psychische Gesundheit negativ beeinflussen.


Lernen ohne Schlaf ist keine Lösung

Besonders vor Klausuren und Prüfungen wird Schlaf oft ignoriert, um noch mehr Zeit zum Lernen zu haben. Viele glauben, dass zusätzliches Lernen in der Nacht zu noch besseren Ergebnissen führt, jedoch wirkt es sich negativ auf die Abspeicherung im Gehirn aus. Ohne ausreichend Schlaf kann das Gehirn Informationen schlechter verarbeiten, speichern und abrufen. Das führt dazu, dass man trotz des vielen Lernens sich unsicher ist oder wichtige Inhalte vergisst. Nächte, in denen man durchlernt, enden daher oft mit Nervosität, Konzentrationsproblemen und Sekundenschlaf in den Klausuren. Deshalb ist das Gehirn nach einer Nacht mit sehr viel Schlaf deutlich leistungsfähiger und es werden weniger Fehler beziehungsweise vermeidbare Flüchtigkeitsfehler gemacht.

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